Kristinas trurnit Story: "Führung in Teilzeit? Geht!" | trurnit GmbH

Kristinas trurnit Story: „Führung in Teilzeit? Geht!“

Nach der Elternzeit mit weniger Stunden zurück in die Teamleitung? Genau das hat Kristina aus Dortmund gemacht. Im Interview spricht sie über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wie Führung auch in Teilzeit funktioniert.

Hattest du Respekt vor deiner Rückkehr nach der Elternzeit?  

Da hab ich mir ehrlich gesagt nicht viele Gedanken gemacht. Ich fand es erstmal schön, dass es offenbar im Unternehmen keine Zweifel daran gab, dass ich trotz der reduzierten Stunden Teamleiterin bleibe. Das ging und geht natürlich nur mit der Unterstützung meines Teams und meiner Vorgesetzten. Ich hab mich für einige Monate erstmal wieder in die Teamleadaufgaben eingearbeitet, bin nach und nach dann auch wieder in die Kundenberatung eingestiegen. Ich hatte also genug Zeit und Unterstützung, um wieder anzukommen.   

Kristina ist seit 2017 bei trurnit.

 

Und Führung in Teilzeit funktioniert? 

Ja, bei trurnit ist das nicht unüblich. Nach meiner Rückkehr habe ich zwar schnell gemerkt, dass ich meine Arbeit anders strukturieren und planen muss. Ich hab früher Aufgaben, die Ruhe und Tiefe benötigen, meist später am Tag erledigt. Aber da bin ich nun manchmal schon mit meiner Tochter auf dem Spielplatz. Das Gute ist, dass ich genau diese Planung selbstbestimmt gestalten kann – das gilt übrigens für alle im Team. Als Teamleiterin achte ich dabei besonders darauf, so gut es geht für die Kolleg:innen greifbar zu sein, mache auch mal Termine am Nachmittag oder Dienstreisen. Da unterstützt mich mein Mann zum Glück sehr. Auf der anderen Seite nehmen die Kolleg:innen auch oft Rücksicht auf mich. Es ist also ein Geben und Nehmen, eine gute Balance.  

… da hast du als Mama und Teamleiterin ja gleich zwei große Verantwortungen. Was hilft dir, beiden gerecht zu werden? 

Dass wir bei trurnit unsere Arbeitszeit komplett selbst bestimmen können, hilft natürlich extrem dabei, beide Lebensbereiche gut aufeinander abzustimmen. Egal ob Kolleg:innen, die selbst Familie haben oder aus anderen Gründen nicht 40h die Woche arbeiten wollen – es gibt eigentlich immer nur Verständnis und Unterstützung dafür. Im Fokus steht das Miteinander, das Entgegenkommen, das bei trurnit super funktioniert und Teil unserer Kultur ist. Klar gibt es für mich auch Herausforderungen, z. B. 9-Uhr-Termine, weil ich ein Langschläfer-Kind habe. 😊 Und manchmal muss ich eben doch ein Gespräch abrupt beenden, weil ich los zur Kita muss. Dass ich meine Tochter dort gut aufgehoben weiß, ist natürlich die Voraussetzung dafür, dass ich mich tagsüber ganz meinem Job widmen kann. Daher bin ich froh, dass trurnit die Kita-Beiträge mit einem Zuschuss unterstützt.  

Worauf achtest du in Zusammenarbeit mit deinem Team besonders? 

Mir ist es wie gesagt wichtig, so präsent wie möglich zu sein. Deswegen bin ich fast immer erreichbar. Ich weiß aber auch, dass ein Anruf nach Feierabend nur kommt, wenn er muss. Ich kann mich auf mein Team voll und ganz verlassen, ich vertraue ihnen. Das ist für mich zentral. Von Kontrolle bin ich weit entfernt – würde ich alles überwachen, könnte ich den Job so flexibel auch gar nicht ausüben. Ich bin also quasi darauf angewiesen, dass alle ihre Arbeit gut machen. Aber genau das war auch schon vorher meine Haltung als Führungskraft. Ich sage immer: Ich arbeite an meiner eigenen Entbehrlichkeit, in dem ich dafür sorge, dass es auch ohne mich gut läuft. Ich sehe mich eher als Unterstützerin denn als Chefin.   

Auf Augenhöhe also?  

Auf jeden Fall. Meine Rolle als Führungskraft ist nicht wichtiger als die anderen Rollen im Team und schon gar nicht habe ich sie, weil ich in den Jobs der anderen besser wäre. Unser Team in Dortmund ist, was die Fähigkeiten und Aufgaben angeht, sehr divers, da ist jede Person Expert:in auf ihrem Gebiet. Die Vielfalt unserer Erfahrungen und Perspektiven ist für uns alle eine Bereicherung, was wir sehr schätzen. Meine Aufgabe ist es also eher, dafür zu sorgen, dass diese Talente am richtigen Ort zum Einsatz kommen und sich weiterentwickeln können. Zu helfen und zu vernetzen, wenn jemand allein nicht weiterkommt. Die Teamleiter:innen haben bei trurnit regelmäßig gemeinsame Termine, bei denen auch das Management und die Personalentwicklung vertreten sind. Hier tauschen wir uns zu genau diesen Themen aus und treiben sie gemeinsam voran. Für mich ist das wahnsinnig wertvoll. 

Kristina und Lotte im Westfalenpark.

Welche Rolle spielt der persönliche Austausch mit deinem Team für dich? 

Eine sehr wichige! Unser Team arbeitet seit einer Weile wieder mehrere Tage die Woche im Büro, wir stimmen uns immer über WhatsApp ab, weil wir alle gemeinsam da sein wollen. Wir lieben das. Klar, manchmal schafft man gefühlt weniger als im Homeoffice. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass die gemeinsame Zeit und die Gespräche nicht nur den Zusammenhalt stärken, sondern uns auch inhaltlich voranbringen. Ich kann sehen, wie es den Leuten geht, was sie gerade umtreibt. Da werden auch mal Dinge angesprochen, die sonst nicht auf den Tisch gekommen wären. Es entstehen Ideen und Perspektiven, ähnlich, wie wenn man nach einer Stunde Doom-Scrolling plötzlich den Blick hebt und gen Horizont richtet.  

Mir ist es extrem wichtig, den Raum dafür zu schaffen. Etwa bei den monatlichen Team-Tagen, bei denen wir gemeinsam essen, quatschen, uns auf Stand bringen. Was uns dabei hilft, ist unser neues Office: direkt neben dem wunderschönen Dortmunder Westfalenpark, als Teil eines Coworking Space, in dem wir Menschen mit den verschiedensten Jobs begegnen. Auch das trägt dazu bei, hin und wieder den Blick zu weiten.